Über Vorarlberg Netz

Infoveranstaltung am 18. November 2016

Am Freitag, 18. November 2016 trafen sich erneut ca. 50 Fachleute in der neuen Mobilitätszentrale von illwerke vkw in Bregenz zum bereits fünften Info-Day für Elektroplaner, Elektroinstallateure und PV-Anlagenerrichter.

Organisator und IM Klaus Ehgartner sowie GF Johannes Türtscher von Vorarlberg Netz begrüßten die Gäste und betonten die Wichtigkeit der bestehenden guten Zusammenarbeit Elektriker mit Netzbetreiber.

Thomas Becker (ATB Becker) stellte die Eigenschaften von Batteriespeichersystemen im Netzparallel- und Inselbetrieb vor. Die Wahl der richtigen Batterie für den jeweiligen Anwendungsfall ist entscheidend. Beim Inselbetrieb steigt die Komplexität fachlich sehr, auch wegen erschwerter Einhaltung der Schutzmaßnahmen. Die neue ÖVE-Richtlinie R20 mit einem umfangreichen Grafikteil wurde vorgestellt (siehe Vortrag).

Reinhard Nenning (Vorarlberg Netz) informierte über die TOR D4 Novelle und die richtige Vorgehensweise beim Anschluss von Batteriespeichern. Bei PV-Wechselrichtern wird ab Inbetriebnahme 1.1.2017 die P(U)-Steuerung gemäß TOR D4 verlangt. Bei blindstrompflichtigen Überschusseinspeisern ist eine zusätzliche Zählung einzubauen (wird im Netzzugangsvertrag vereinbart). PV-Kleinstgeneratoren bis 0,6 kVA dürfen zukünftig unter Bedingungen mit Schukostecker betrieben werden. Die Phasenanschnittsteuerung ist nur für Heizleistungen bis 200 Watt zulässig (Power to Heat). Auf die saisonale Problematik bei der PV-Einspeicherung wurde hingewiesen (siehe Vortrag).

Oesterle Philipp (VLOTTE) berichtete über die neuesten Entwicklungen bei der Elektromobilität und stellte eine neue VKW-Contracting-Variante für das Laden im Wohnbau vor. VKW übernimmt in Wohnanlagen Anschluss und Versorgung samt Abwicklung bei E-Mobilität z.B. in der Tiefgarage. Das Interesse der Wohnbauträger sei groß (siehe Vortrag).

IM Klaus Ehgartner (WKO) informierte über die grundsätzlich möglichen Anschlussvarianten der Elektromobilität im Wohnbau – samt Beispielen (siehe Vortrag).

Karl Dörler (VKW Ökostrom) stellte die Fotovoltaikförderung 2017 mit der Thematik Eigenverbrauch für Wärmepumpen vor. In Vorarlberg ist der „sonnigste Ökostrom Österreichs“ aus über 4.000 Kleinanlagen verfügbar. Ein Überblick über die Fördermaßnahmen (z.B. je Wärmepumpe € 500.-) samt Einspeisepreisen ab 2017 rundete die imposante Leistungsbilanz ab (siehe Vortrag).

Abschließend präsentierte Christian Vögel als Energiekoordinator des Landes Vorarlberg die Landesziele bei der Elektromobilität, besonders mit Blick auf Energieverbrauch und CO2-Problematik. Die Brisanz des PKW bei der Schadstoffbelastung überraschte. Die Weglängenverteilung je Verkehrsmittel zeigte die Tauglichkeit der E-Mobilität schon heute. Auch E-Busse und E-Taxis werden in Vorarlberg bald vermehrt fahren. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist wichtig und wird nun mit Bundesmitteln zusätzlich gefördert (siehe Vortrag).

Zum Ausklang lud illwerke vkw zu einer gemütlichen offenen Fragerunde mit kleiner Jause und Getränk ein.