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Sommer-Nieder-Arbeitspreis

Der Sommer-Nieder-Arbeitspreis (SNAP) ist ein spezieller Netztarif für die Sommermonate. Er schafft einen finanziellen Anreiz, Strom gezielt zu Zeiten zu verbrauchen, in denen besonders viel erneuerbare Energie erzeugt wird, etwa durch Photovoltaikanlagen. So kann das Stromnetz effizienter genutzt und langfristig entlastet werden. Der reduzierte Tarif wird automatisch berücksichtigt, sobald der viertelstündlichen Erfassung des Stromverbrauchs zugestimmt wurde.

FAQ SNAP

FAQ SNAP
Der SNAP ist ein spezielles, zeitlich begrenztes Netzentgelt. Für Stromverbrauch in festgelegten Sommerzeiten wird ein um 20 Prozent reduziertes Netznutzungsentgelt angewendet. Der SNAP ist gesetzlich vorgesehen und soll einen Anreiz dazu schaffen, Stromnetze möglichst effizient zu nutzen und sie zu entlasten.
Der Sommer-Nieder-Arbeitspreis gilt für Kund:innen mit Smart Meter
  • und einem Jahresverbrauch von über 5.000 Kilowattstunden,
  • einem auf Viertelstunden-Preisen basierenden Stromprodukt über den Lieferanten oder
  • nach Aktivierung bzw. Opt-In im Netzportal.

Kund:innen, die keinen Smart Meter montiert haben oder ein Opt-Out ausgesprochen haben, können den SNAP nicht in Anspruch nehmen.

Der Sommer-Nieder-Arbeitspreis  gilt für Kund:innen mit Smart Meter, bei denen die viertelstündliche Erfassung des Stromverbrauchs aktiviert ist.

Diese Aktivierung erfolgt

  • bei Kund:innen mit einem Jahresverbrauch von über 5.000 Kilowattstunden durch den Netzbetreiber,
  • bei einem auf Viertelstunden-Preisen basierenden Stromprodukt über den Lieferanten,
  • durch Opt-In im Netzportal durch die Kundin/den Kunden

Kund:innen, die keinen Smart Meter montiert haben oder ein Opt-Out ausgesprochen haben, können den SNAP nicht in Anspruch nehmen.

Sie können den Sommer-Nieder-Arbeitspreis (SNAP) direkt in unserem Netzportal aktivieren.

 

1. Registrieren Sie sich im Netzportal oder melden Sie sich mit Ihrem bestehenden Konto an. 

2. Öffnen Sie beim jeweiligen Vertragskonto den Reiter „Übersicht“. Dort finden Sie die Möglichkeit, den SNAP zu aktivieren.

 

Bitte beachten Sie: Ein Wechsel zum Sommer-Nieder-Arbeitspreis wird immer ab dem 1. Tag des Folgemonats wirksam.

Weitere Details zur Nutzung des Netzportals finden Sie in unserem Benutzerhandbuch.

Sie können das im Netzportal erkennen. Wenn Sie einen Verbrauchsvertrag auswählen, wird angezeigt, ob der SNAP angefordert werden kann oder ob er schon aktiv ist.
  • Änderungen im Energiemarkt: Der Doppeltarif wurde eingeführt, als Kohlekraftwerke und später Atomkraftwerke den überwiegenden Anteil an der Stromproduktion hatten. Die Stromerzeugung in solchen Kraftwerken ist sehr träge und kann nicht auf eine schwankende Energieabnahme reagieren. Daher wurde ein geringerer Arbeitspreis zwischen 22:00 Uhr und 6:00 Uhr eingeführt, um einen Anreiz zur Stromnutzung in dieser sogenannten Schwachlastzeit zu geben.

Durch die Abschaltung einer Vielzahl an Kohle- und Atomkraftwerken und die Umstellung der Stromerzeugung auf erneuerbare Energieträger ist dieser Anreiz heute nicht mehr zeitgemäß.

Der starke Photovoltaik-Ausbau führt dazu, dass in den Sommerstunden von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr große Strommengen produziert werden, die auch entsprechend große Kapazitäten in den Stromnetzen in Anspruch nehmen. Um einen Anreiz zu schaffen, den Stromverbrauch auf diese Zeiten zu verlagern und die Netze zu entlasten, wurde der SNAP eingeführt.  

  • Grundsätzliche Änderung der Netzentgelt-Struktur: Zum 01.04.2026 wird die Netzentgelt-Struktur durch die Regulierungsbehörde Energie-Control Austria umgestellt und das bisher bekannte Tag-Nacht-Modell abgeschafft. Statt des bisherigen vergünstigten Nachtstromentgeltes wird nun der SNAP eingeführt.

Das Tag-Nacht-Modell wird noch bis 31. März 2026 abgerechnet.

Der Doppeltarif wurde eingeführt, als Kohlekraftwerke und später Atomkraftwerke den überwiegenden Anteil an der Stromproduktion hatten. Die Stromerzeugung in solchen Kraftwerken ist sehr träge und kann nicht auf eine schwankende Energieabnahme reagieren. Daher wurde ein geringerer Arbeitspreis zwischen 22:00 Uhr und 6:00 Uhr eingeführt, um einen Anreiz zur Stromnutzung in dieser sogenannten Schwachlastzeit zu geben.
Durch die Abschaltung einer Vielzahl an Kohle- und Atomkraftwerken und die Umstellung der Stromerzeugung auf erneuerbare Energieträger ist dieser Anreiz heute nicht mehr zeitgemäß.

Der starke Photovoltaik-Ausbau führt dazu, dass in den Sommerstunden von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr große Strommengen produziert werden, die auch entsprechend große Kapazitäten in den Stromnetzen in Anspruch nehmen. Um einen Anreiz zu schaffen, den Stromverbrauch auf diese Zeiten zu verlagern und die Netze zu entlasten, wurde der SNAP eingeführt.

Während der Sommerzeit (1. April bis 30. September) können Sie Ihre Stromkosten aktiv reduzieren, indem Sie möglichst viel Stromverbrauch in die Mittagsstunden (10:00 Uhr bis 16:00 Uhr) verlagern. Das gelingt zum Beispiel durch den zeitgesteuerten Start von Waschmaschine, Geschirrspüler und anderen Geräten mit Timer-Funktion, das Laden von E-Auto oder Batterie sowie durch den Betrieb von Klima- und Kühlgeräten. Wenn Sie zu Hause sind, können Sie auch energieintensive Tätigkeiten wie Kochen bevorzugt in dieses Zeitfenster legen. In den Wintermonaten (1. Oktober bis 31. März) gibt es keine zeitabhängige Optimierungsmöglichkeit.

FAQ SNAP Warmwasserboiler & Nachtspeicherheizung

FAQ SNAP Warmwasserboiler
Ja. Der Netzbetreiber vorarlberg netz passt die Schaltzeiten von Warmwasserboilern ab 1. April automatisch an die neuen Sommerzeiten an. Voraussetzung ist ein funktionsfähiger Smart Meter, der die Umstellung per Fernsteuerung ermöglicht.

Die Steuerung von Boilern erfolgt in der Regel direkt über den Smart Meter. In Ausnahmefällen kommen jedoch zusätzliche Zeitschaltuhren oder Rundsteuerungen zum Einsatz. Bei diesen Anlagen ist eine Fernanpassung der Schaltzeiten nicht möglich. 

Aktiviert der Kunde im Netzportal von vorarlberg netz den Sommer-Niederarbeits-Preis, werden die Optionen zur Anpassung der Schaltzeiten vom Netzbetreiber automatisch geprüft.

In den Wintermonaten (1. Oktober bis 31. März) bleiben die Schaltzeiten wie bisher ab 22:00 Uhr in der Nacht. Preislich wirkt sich das nicht nachteilig aus, da der Sommer-Nieder-Arbeitspreis nur im Sommerhalbjahr vom 1. April bis 30. September gilt.

Sollte die Dauer der Schaltzeiten für die Boilerladung nicht ausreichen, wenden Sie sich bitte an 05574 9020-189
oder an Kundenservice@vorarlbergnetz.at.

 

Nein. Die Schaltzeiten von Warmwasserboilern werden ab 1. April automatisch an die neuen Sommerzeiten angepasst. Voraussetzung ist ein funktionsfähiger Smart Meter, der die Umstellung per Fernsteuerung ermöglicht.

In den Wintermonaten (1. Oktober bis 31. März) bleiben die Schaltzeiten wie bisher ab 22:00 Uhr in der Nacht. Preislich wirkt sich das nicht nachteilig aus, da der Sommer-Nieder-Arbeitspreis nur im Sommerhalbjahr vom 1. April bis 30. September gilt.

Wenn Sie Ihre Boilerschaltzeiten über den Tag-Nacht-Schalter im Sicherungskasten anpassen möchten, beachten Sie bitte:

  • Schalterstellung Tag bedeutet: Der Boiler wird immer bei Bedarf geladen (Achtung: nur für temperaturgesteuerte Nachladung geeignet).
  • Schalterstellung Nacht bedeutet: Vergünstigter Preis im Sommer (SNAP) zu den vorgegebenen Schaltzeiten.
  • Schalterstellung 0 bedeutet: Ausgeschaltet, Boiler wird nicht geladen
Für thermische Solaranlagen empfehlen wir, den Tag-Nacht-Schalter bei Sonnenschein auf „0“ zu stellen. Zwischen 1. Oktober und 31. März sollte der Schalter wieder auf „Nacht“ stehen, um unnötige Nachladungen und somit Kosten zu vermeiden.

Bitte beachten Sie: Während längerer Schlechtwetterperioden wird der Boiler nicht über die Solaranlage geladen, sondern muss mit der Schalterstellung „Nacht“ (SNAP-Tarif) betrieben werden.

Zusätzlicher Hinweis: Falls Kund:innen eine zusätzliche Nachtladung ihres Boilers wünschen, lässt sich dies unkompliziert über eine individuell installierte Zeitschaltuhr realisieren. Jede konzessionierte Elektrofachkraft kann diese Zeitschaltuhr fachgerecht einbauen. Damit übernehmen Kund:innen die vollständige Kontrolle über die Steuerung ihres Boilers und können die Einstellungen flexibel nach ihren Bedürfnissen gestalten.

Nein, sie bleiben unverändert nachts zwischen 22:00 und 6:00 Uhr, zusätzlich gibt es eine Nachladung tagsüber von 13:00 bis 15:00 Uhr.